Heute wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, was fashiondesign überhaupt ist und darüber auf einer gewissen Meta-Ebene diskutieren, weil uns die Erfahrung gezeigt hat, dass Modedesign gerne mit der Kunst verglichen wird und Kunst bekanntermaßen sehr subjektiv ist.
So bezeichnet das Fach das Skizzieren, Entwerfen und Gestalten von, natürlich, Mode und das Zusammenführen und Wirken von verschiedenen Accessoires.
ModedesignerIn wird man über ein Studium. Teilweise kann man aber an einigen Berufskollegs erste Erfahrungen im Bereich Mode-design erwerben und kann sich dann als Bekleidungstechnische-Assistenten bezeichnen.
Wie das Modestudium genauer gegliedert ist und welche Hochschulen zu empfehlen sind, könnt Ihr in unserem nächsten Blogeintrag nachlesen.
Modedesign im Wandel
Neben namenlosen SchneiderInnen, die sich entweder um kleinere Arbeiten gekümmert haben oder nur bei Adeligen angestellt gewesen sind, hat es den Begriff des Modedesigner in der Form, in dem wir ihn heute kennen, noch nicht gegeben. Der erste zu nennende richtige Modeschöpfer ist Charles Frederick Worth gewesen, der Mitte des 18ten Jahrhunderts das erste Modehaus „maison couture“ in Paris gegründet hat.
Worth hat es als erster geschafft einen bestimmten Modestil zu prägen und daraus Kollektionen zu entwerfen. Schnell haben andere Modeschöpfer die Strategie begriffen, so dass bereits nach kurzer Zeit viele Stile und Kollektionen auf dem Markt vorzufinden gewesen sind.
Das Modehaus „Haute Couture”, welches ebenso von Worth gegründet worden ist, galt damals bis in die frühen 60er als Trendsetter, ist aber seitdem von bekannten Ikonen wie Marilyn Monroe oder Audrey Hepburn beeinflusst worden, die ihren ganz individuellen Stil hervorgebracht haben und ihre Fans diesen nachgeeifert sind.
So ist Mode zum Massenprodukt (=es sind unzählige Modemarken entstanden) geworden, dass seit her gezielt bestimmte Zielgruppen oder Subkulturen anspricht und immer wieder neue Trends erfunden, geprägt oder alte wieder eingeführt werden.
Heute gilt jemand als modisch, der entweder im Mainstream-Trend liegt oder auf einen individuellen Stil setzt und mehrer miteinander kombiniert.
Ebenso ist es heute normal, wenn sich Menschen in ihrem Beruf anders kleiden, als im Privatleben. Dies war früher nicht so. Den „einfachen Arbeiter“ hat man immer an seinen lumpigen Kleidern erkannt und den Adeligen in seiner angepassten, meistens farbigen Pracht.
Wie kleidet ihr Euch in Eurer Freizeit oder in Eurem Beruf und welche Modestile bevorzugt Ihr persönlich? Wir freuen uns auf Eure Kommentare.